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K wie Kastellburgen – Die rätselhaften Rechteckburgen
Kastellburgen – was hat es mit diesen streng viereckigen Burgen auf sich, die ganz anders wirken als klassische Höhenburgen?
Kastellburg, das rechteckige Machtsymbol unter den Burgen.
In diesem Video geht es um Ursprung, Funktion und Besonderheiten der Kastellburgen, die ihren Weg aus Frankreich bis in den deutschsprachigen Raum fanden.
Anhand bekannter Beispiele wie Neuleiningen, Lahr und Friedewald zeigen wir, warum dieser Bautyp als Bindeglied zwischen mittelalterlicher Burg und späterem Schloss gilt.
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K wie Kastellburgen – die rechteckigen Machtsymbole unter den Burgen
G wie Gerüst / Gerüstlöcher in Burgen
In diesem Video geht es um den Bau von Gerüsten beim mittelalterlichen Mauerbau von Burgen.
Die Gerüststangen wurden direkt in die Mauer eingebaut und nach Fertigstellung bündig abgesägt.
Später sichtbar werdende Gerüstlöcher liefern der Bauforschung wertvolle Hinweise auf das Baualter.
Diese Löcher sind keine Bauschäden, sondern wichtige Spuren der Baugeschichte.
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K wie Karner – Beinhäuser des Mittelalters
Das Video „K wie Karner“ zeigt Beinhäuser als besondere Orte des mittelalterlichen Umgangs mit Tod, Erinnerung und Platzmangel auf überfüllten Friedhöfen.
Erklärt wird ihre Entstehung ab dem 11. Jahrhundert sowie ihre Bauformen als Krypten unter Kirchen oder freistehende Rundbauten, etwa in Greding, Chammünster, Perschen oder Eggenburg.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die berühmte Knochenkirche von Sedlec bei Kuttenberg, in der die Gebeine von zehntausenden Menschen im 19. Jahrhundert kunstvoll arrangiert wurden.
Abschließend macht das Video deutlich, dass Karner keine Orte des Schreckens waren, sondern stille Zeugnisse von Glauben, Vergänglichkeit und Erinnerungskultu
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Z wie Zwinger – Der Zwinger, die tödliche Falle des Mittalters
In meinem Burgenlexikon erkläre ich Begriffe und Themen rund um Burgen, die oft genannt, aber selten verständlich erklärt werden.
Dieses Mal geht es um die Zwingeranlagen auf Burgen.
Das Video richtet sich an Burgenfreunde, Mittelalterinteressierte, Geschichtsbegeisterte – und alle, die mehr über die mittelalterlichen Burgen erfahren möchten.
Viel Freude beim Schauen! Wenn euch etwas unklar ist oder ihr Fragen habt – einfach in die Kommentare schreiben. Ich freue mich auf den Austausch.
Link auf den Video-Beitrag: „Z wie Zwinger – Der Zwinger, die tödliche Falle des Mittalters“
Z wie Zwinger – Der Zwinger, die tödliche Falle des Mittalters
Balduin von Trier – der Burgenbauer aus Luxemburg, Erzbischof, Kurfürst und Kriegsherr
Entdecke das Leben eines der mächtigsten Männer des 14. Jahrhunderts: Balduin von Luxemburg, Erzbischof, Kurfürst, Kriegsherr und genialer Burgenbauer.
Er ließ über zwanzig Burgen errichten, sicherte Handelswege, führte Fehden und setzte früh Feuerwaffen ein.
Als Strippenzieher der Reichspolitik ebnete er den Weg für Kaiser Karl IV. Dieses Video zeigt, wie Balduin mit Stein, Diplomatie und Krieg Geschichte schrieb.
Link auf den Video-Beitrag: „Balduin von Trier, Erzbischof, Kurfürst, Kriegsherr und genialer Burgenbauer“
„Frag den Burgenmeister“ Kurz gefragt, klar geantwortet
Matthias Helzel beantwortet Fragen rund um Burgen – verständlich, kompakt und mit historischem Hintergrund. Jetzt reinschauen und mitfragen!
Das Motto:
Burgenmeister – Wo Burgen und Geschichte zum Alltag gehören!
Burgen und Schlösser haben mich schon mein ganzes Leben lang begeistert. Anfangs war ich nur als Besucher unterwegs, meist in den Ferien im malerischen Mittelrheintal. Doch irgendwann reichte es mir nicht mehr, nur die Mauern zu bestaunen – ich wollte mehr wissen! Die ersten Bücher über Burgen zogen in mein Regal ein, und was als Faszination begann, entwickelte sich bald zu einem intensiven Hobby.
Heute ist es mehr als das: Es ist mein beruflicher Weg geworden. Im Laufe der Jahre habe ich mir ein umfassendes Wissen über Burgen und Schlösser angeeignet. Mittlerweile habe ich mehrere Artikel darüber geschrieben und organisiere Exkursionen für alle, die sich für diese historischen Bauwerke interessieren. Gerne teile ich mein Wissen und räume mit dem einen oder anderen Mythos aus dem Mittelalter auf.
Viele denken bei Burgen an Ritter, Jungfrauen und Drachen… aber was war eigentlich ihr echter Zweck?
„Burganlagen waren in erster Linie Machtinstrumente. Sie dienten zur Verteidigung, zur Kontrolle von Land und Leuten – und nicht zuletzt zur Repräsentation. Wer eine Burg hatte, der hatte etwas zu sagen. Also kein Freizeitresort – sondern eher mittelalterliches Machtzentrum und Wirtschaftszentrum.
Burgen waren im Mittelalter multifunktionale Machtzentren für die militärische Sicherung und die Ausübung von Herrschaft. Repräsentation und Schutz vereinten sich hier in Stein und Strategie.
Übrigens: Drachen waren nie offiziell zugelassen – selbst im tiefsten Mittelalter nicht.“
War das einfach schönerer Ausblick – oder steckte mehr dahinter?
„Ein Hügel oder Felssporn gab nicht nur freie Sicht auf Angreifer, sondern auch einen natürlichen Verteidigungsvorteil.
Wer oben sitzt, hat die Kontrolle – und wer hoch baut, zeigt: Ich herrsche hier. Außerdem war’s auch strategisch: Man kontrollierte Straßen, Flüsse und Handelswege. Wo kein Hügel vorhanden war, nutzte man Wassergräben als Schutz.
Und: Der Aufstieg zum Besuch war die erste Sicherheitsprüfung.“
Romantik mit Kerzenschein? Oder doch eher kalte Füße und zugige Mauern?
„Gemütlich war relativ. Heute sehen wir diese steinernen Mauern eher als kalt, dunkel und feucht. Möbel gab’s wenig, geheizt wurde punktuell – oft nur ein Raum.
Dennoch: Der Adel lebte im Vergleich zum Rest der Bevölkerung komfortabel. Mit Kissen, Tapisserien, Wandvertäfelungen und Dienern. Nur: Netflix fehlte noch. Also aus damaliger Sicht, war so eine Burg schon gemütlich.
Wer’s warm wollte, setzte sich nahe ans Feuer – und riskierte, angekokelt zu werden.“
Versteckte Tunnel, Fluchtwege – oder alles nur Hollywood?
„Geheimgänge gab es – aber viel seltener als man denkt und keine etliche Kilometer lang. Kurz und knapp baute man Fluchtstollen oder versteckte Durchgänge manchmal zwischen Räumen.
Meistens aber waren das eher kluge architektonische Tricks als echte Fluchtrouten.
Trotzdem: Spannend bleibt die Vorstellung!“
Und wenn’s mal keinen Geheimgang gab – musste halt das Klo herhalten. Kein Witz.“
Burg oder Schloss – klingt ähnlich, oder? Ist aber historisch gesehen nicht ganz dasselbe.
„Im Mittelalter machte man keinen Unterschied: Ob Burg oder Schloss – gemeint war der Sitz des Adels, meist mit Wehrfunktion.
Erst ab der Renaissance trennt sich das: Die Burg bleibt der Wehrbau, mit Mauern, Zinnen und Schutzfunktion. Das Schloss wird zum repräsentativen Wohnbau – komfortabel, oft prunkvoll, aber ohne militärische Aufgabe.
Kurz gesagt: Früher eins, später getrennt – Burg für Schutz, Schloss für Stil.
In der Burg gab’s Spione – im Schloss später eher Hofdamen und Prunkdecken.“
Das war keine ästhetische Entscheidung, sondern eine rein militärische Taktik.
„Die meisten Menschen sind Rechtshänder. Wenn ein Angreifer die Treppe hinaufstürmte, war seine rechte Hand (die das Schwert führte) durch den engen Innenpfeiler der Treppe behindert. Der Verteidiger, der von oben kam, hatte dagegen freien Spielraum für sein Schwert und konnte die Krümmung der Wand perfekt nutzen.
Architektur als unsichtbare Waffe – Matthias Helzel erklärt die Details.“
Sicherheit ging im Mittelalter immer vor Lichtdurchflutung.
„Diese Schießscharten dienten zwei Zwecken: Sie ließen gerade so viel Licht herein, dass man sich orientieren konnte, boten aber dem Gegner von außen kaum Angriffsfläche. Zudem waren sie so konstruiert, dass man von innen einen weiten Winkel mit dem Bogen abdecken konnte, während ein Pfeil von außen fast unmöglich hineintreffen konnte.
Ein schmaler Grat zwischen Schutz und Lebensqualität.“
Der Name klingt eklig, und die Funktion war es für die Belagerer auch.
„Eine Pechnase ist ein kleiner Vorbau an der Mauer mit einer Öffnung nach unten. Entgegen der Legende wurde dort selten kochendes Pech (das war viel zu teuer!) hinuntergegossen, sondern meistens siedendes Wasser, heißer Sand oder sogar Jauche. Alles, was den Angreifer davon abhielt, die Mauer zu erklimmen oder das Tor aufzubrechen.
Frühe Form der Distanz-Verteidigung direkt über dem Kopf des Gegners.“
Diese Steine waren sowohl ein Statussymbol als auch eine clevere Täuschung.
„Zum einen wirkten die massiven, hervorstehenden Steine psychologisch sehr beeindruckend und wehrhaft („Schaut her, wir haben massive Mauern!“). Zum anderen war die Herstellung einfacher: Man musste nur die Ränder der Steine präzise behauen, damit sie aufeinanderpassten – die Mitte konnte grob und „buckelig“ bleiben.
Effizienz trifft auf architektonisches Imponiergehabe.“
Die Wasserversorgung war die Achillesferse jeder Burg.
„Oft wurden unter enormem Aufwand extrem tiefe Brunnen in den Fels getrieben – manchmal über 100 Meter tief. Wo das nicht möglich war, baute man ausgeklügelte Zisternen, die Regenwasser von den Dächern sammelten und durch Sandfilter reinigten. Ohne Wasser war jede noch so starke Burg nach wenigen Tagen verloren.
Logistik-Meisterleistungen fernab jedes Wasserflusses.“
Link auf den Video-Beitrag: „Frag den Burgenmeister„
Burg Prunn im Altmühltal – ein Burgen-Highlight
Die Burg Prunn, auch Schloss Prunn genannt, liegt auf einem steilen Jurafelsen über dem Altmühltal im niederbayerischen Landkreis Kelheim.
Die Burg wird bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erwähnt und war ab Mitte des 12. Jahrhunderts im Besitz der Herren von Laaber. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten erhaltenen Bauteile (Bergfried, Palas) der Burg.
Im 16. Jahrhundert fand der Humanist Wiguleus Hund eine Handschrift des Nibelungenliedes, den „Prunner Codex“, ein Heldenepos des Mittelalters.
Nachdem die Burg im 19. Jahrhundert in den Besitz des bayerischen Staates übergegangen war, setzte sich König Ludwig I. von Bayern für ihren Erhalt ein.
Heute zählt Burg Prunn zu den besterhaltenen Burgen Bayerns und kann besichtigt werden.
Öffnungszeiten finden sie hier: https://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/prunn.htm
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Die Oberpfalz – Burgen- und Schlösser-Land
Die Oberpfalz, heute touristisch etwas in Vergessenheit geraten, war historisch immer Grenz- oder Transitland (von Westen, z.B. Nürnberg, nach Osten, z.B. Eger oder Prag) und stand unter verschiedenen herrschaftlichen Einflüssen.
Zum einen waren dies die geistlichen Herren, das Bistum Regensburg und das Bistum Eichstätt (gegründet im 8. Jahrhundert).
Im 11. Jahrhundert kam das Bistum Bamberg hinzu, das vor allem Besitzungen in der nördlichen Oberpfalz erhielt. Auf der anderen Seite standen die weltlichen Herren, wie die Grafen von Schweinfurt (Herren des Nordgaus), die Krone von Böhmen (Neuböhmen), die Wittelsbacher oder die Landgrafen von Leuchtenberg.
Sie alle beeinflussten den Burgenbau in der heutigen Oberpfalz. Ab dem Mittelalter kamen zahlreiche Hammerschlösser hinzu. Der Name leitet sich von den Hammerwerken ab, die das Eisen der Region verarbeiteten und wie die Burgen von den Hammerherren errichtet wurden. So wurde die Oberpfalz zu einer Region der Burgen und Schlösser.
Heute gibt es in der rund 9.700 km² großen Oberpfalz noch rund 900 Burgen und Schlösser.
Auch wenn viele dieser historischen Bauwerke die Jahrhunderte nach ihrer Errichtung nicht überdauert haben, zeugen eindrucksvolle Burgen, Ruinen und Schlösser von der wechselvollen Geschichte der Oberpfalz.
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Die Fränkische Schweiz – das Burgen-Eldorado
Wie interessant die „Fränkische Schweiz“ ist, zeigt der rege Fremdenverkehr zwischen Nürnberg, Bamberg, Bayreuth und der östlich angrenzenden Oberpfalz.
Die schroffen Felsen mit ihren Burgen und die engen Flusstäler zogen schon im 19. Jahrhundert nicht nur die ersten Ausflügler, sondern auch zahlreiche Künstler der Romantik wie z.B. Victor von Scheffel an.
Auf engstem Raum trafen hier die Interessen der Landesherren, des Bistums Bamberg, der Nürnberger Burggrafen (Zollern, Hohenzollern), der Stadt Nürnberg und der zahlreichen freien Herren aufeinander.
So entstanden auf den rund 2.000 km² der Fränkischen Schweiz etwa 200 Burgen und Schlösser. Auf etwa 10 Quadratkilometer kommt also eine Burg oder ein Schloss.
Die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, wie z.B. der Bauernkrieg im Jahre 1525, machten vielen dieser Wehranlagen den Garaus. Aber nicht nur Kriege, sondern auch Verfall sorgte dafür, dass heute meist nur noch „Burgstallungen“ übrig sind.
Die Burgen und Schlösser, die die Jahrhunderte überdauert haben, sind heute touristische Anziehungspunkte in Franken.
Zu besichtigen:
Burg Rabenstein
Burg Egloffstein








