Matthias Helzel

Diverse Interviews mit Matthias Helzel, Gesellschafter und Spezialist für Burgen und Schlösser in der Vermittlung historischer Immobilien OHG.

1 2 3 4

K wie Kastellburgen – Die rätselhaften Rechteckburgen

Kastellburgen – was hat es mit diesen streng viereckigen Burgen auf sich, die ganz anders wirken als klassische Höhenburgen?

Kastellburg, das rechteckige Machtsymbol unter den Burgen.
In diesem Video geht es um Ursprung, Funktion und Besonderheiten der Kastellburgen, die ihren Weg aus Frankreich bis in den deutschsprachigen Raum fanden.

Anhand bekannter Beispiele wie Neuleiningen, Lahr und Friedewald zeigen wir, warum dieser Bautyp als Bindeglied zwischen mittelalterlicher Burg und späterem Schloss gilt.

Link auf den Video-Beitrag: „K wie Kastellburgen – Die rätselhaften Rechteckburgen“

G wie Gerüst / Gerüstlöcher in Burgen

In diesem Video geht es um den Bau von Gerüsten beim mittelalterlichen Mauerbau von Burgen.

Die Gerüststangen wurden direkt in die Mauer eingebaut und nach Fertigstellung bündig abgesägt.

Später sichtbar werdende Gerüstlöcher liefern der Bauforschung wertvolle Hinweise auf das Baualter.

Diese Löcher sind keine Bauschäden, sondern wichtige Spuren der Baugeschichte.

Link auf den Video-Beitrag: „G wie Gerüst / Gerüstlöcher in Burgen“

K wie Karner – Beinhäuser des Mittelalters

Das Video „K wie Karner“ zeigt Beinhäuser als besondere Orte des mittelalterlichen Umgangs mit Tod, Erinnerung und Platzmangel auf überfüllten Friedhöfen.

Erklärt wird ihre Entstehung ab dem 11. Jahrhundert sowie ihre Bauformen als Krypten unter Kirchen oder freistehende Rundbauten, etwa in Greding, Chammünster, Perschen oder Eggenburg.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die berühmte Knochenkirche von Sedlec bei Kuttenberg, in der die Gebeine von zehntausenden Menschen im 19. Jahrhundert kunstvoll arrangiert wurden.

Abschließend macht das Video deutlich, dass Karner keine Orte des Schreckens waren, sondern stille Zeugnisse von Glauben, Vergänglichkeit und Erinnerungskultu

Link auf den Video-Beitrag: „K wie Karner – Beinhäuser des Mittelalters „

Z wie Zwinger – Der Zwinger, die tödliche Falle des Mittalters

In meinem Burgenlexikon erkläre ich Begriffe und Themen rund um Burgen, die oft genannt, aber selten verständlich erklärt werden.

Dieses Mal geht es um die Zwingeranlagen auf Burgen.

Das Video richtet sich an Burgenfreunde, Mittelalterinteressierte, Geschichtsbegeisterte – und alle, die mehr über die mittelalterlichen Burgen erfahren möchten.
Viel Freude beim Schauen! Wenn euch etwas unklar ist oder ihr Fragen habt – einfach in die Kommentare schreiben. Ich freue mich auf den Austausch.

Link auf den Video-Beitrag: „Z wie Zwinger – Der Zwinger, die tödliche Falle des Mittalters“

Balduin von Trier – der Burgenbauer aus Luxemburg, Erzbischof, Kurfürst und Kriegsherr

Entdecke das Leben eines der mächtigsten Männer des 14. Jahrhunderts: Balduin von Luxemburg, Erzbischof, Kurfürst, Kriegsherr und genialer Burgenbauer.

Er ließ über zwanzig Burgen errichten, sicherte Handelswege, führte Fehden und setzte früh Feuerwaffen ein.

Als Strippenzieher der Reichspolitik ebnete er den Weg für Kaiser Karl IV. Dieses Video zeigt, wie Balduin mit Stein, Diplomatie und Krieg Geschichte schrieb.

Link auf den Video-Beitrag: „Balduin von Trier, Erzbischof, Kurfürst, Kriegsherr und genialer Burgenbauer“

„Frag den Burgenmeister“ Kurz gefragt, klar geantwortet

Matthias Helzel beantwortet Fragen rund um Burgen – verständlich, kompakt und mit historischem Hintergrund. Jetzt reinschauen und mitfragen!

Das Motto:
Burgenmeister – Wo Burgen und Geschichte zum Alltag gehören!

Burgen und Schlösser haben mich schon mein ganzes Leben lang begeistert. Anfangs war ich nur als Besucher unterwegs, meist in den Ferien im malerischen Mittelrheintal. Doch irgendwann reichte es mir nicht mehr, nur die Mauern zu bestaunen – ich wollte mehr wissen! Die ersten Bücher über Burgen zogen in mein Regal ein, und was als Faszination begann, entwickelte sich bald zu einem intensiven Hobby.

Heute ist es mehr als das: Es ist mein beruflicher Weg geworden. Im Laufe der Jahre habe ich mir ein umfassendes Wissen über Burgen und Schlösser angeeignet. Mittlerweile habe ich mehrere Artikel darüber geschrieben und organisiere Exkursionen für alle, die sich für diese historischen Bauwerke interessieren. Gerne teile ich mein Wissen und räume mit dem einen oder anderen Mythos aus dem Mittelalter auf.

Viele denken bei Burgen an Ritter, Jungfrauen und Drachen… aber was war eigentlich ihr echter Zweck?

Burganlagen waren in erster Linie Machtinstrumente. Sie dienten zur Verteidigung, zur Kontrolle von Land und Leuten – und nicht zuletzt zur Repräsentation. Wer eine Burg hatte, der hatte etwas zu sagen. Also kein Freizeitresort – sondern eher mittelalterliches Machtzentrum und Wirtschaftszentrum.

Burgen waren im Mittelalter multifunktionale Machtzentren für die militärische Sicherung und die Ausübung von Herrschaft. Repräsentation und Schutz vereinten sich hier in Stein und Strategie.

Übrigens: Drachen waren nie offiziell zugelassen – selbst im tiefsten Mittelalter nicht.“

War das einfach schönerer Ausblick – oder steckte mehr dahinter?

„Ein Hügel oder Felssporn gab nicht nur freie Sicht auf Angreifer, sondern auch einen natürlichen Verteidigungsvorteil.

Wer oben sitzt, hat die Kontrolle – und wer hoch baut, zeigt: Ich herrsche hier. Außerdem war’s auch strategisch: Man kontrollierte Straßen, Flüsse und Handelswege. Wo kein Hügel vorhanden war, nutzte man Wassergräben als Schutz.

Und: Der Aufstieg zum Besuch war die erste Sicherheitsprüfung.“

Romantik mit Kerzenschein? Oder doch eher kalte Füße und zugige Mauern?

„Gemütlich war relativ. Heute sehen wir diese steinernen Mauern eher als kalt, dunkel und feucht. Möbel gab’s wenig, geheizt wurde punktuell – oft nur ein Raum.

Dennoch: Der Adel lebte im Vergleich zum Rest der Bevölkerung komfortabel. Mit Kissen, Tapisserien, Wandvertäfelungen und Dienern. Nur: Netflix fehlte noch. Also aus damaliger Sicht, war so eine Burg schon gemütlich.

Wer’s warm wollte, setzte sich nahe ans Feuer – und riskierte, angekokelt zu werden.“

Versteckte Tunnel, Fluchtwege – oder alles nur Hollywood?

„Geheimgänge gab es – aber viel seltener als man denkt und keine etliche Kilometer lang. Kurz und knapp baute man Fluchtstollen oder versteckte Durchgänge manchmal zwischen Räumen.

Meistens aber waren das eher kluge architektonische Tricks als echte Fluchtrouten.
Trotzdem: Spannend bleibt die Vorstellung!“

Und wenn’s mal keinen Geheimgang gab – musste halt das Klo herhalten. Kein Witz.“

Burg oder Schloss – klingt ähnlich, oder? Ist aber historisch gesehen nicht ganz dasselbe.

„Im Mittelalter machte man keinen Unterschied: Ob Burg oder Schloss – gemeint war der Sitz des Adels, meist mit Wehrfunktion.

Erst ab der Renaissance trennt sich das: Die Burg bleibt der Wehrbau, mit Mauern, Zinnen und Schutzfunktion. Das Schloss wird zum repräsentativen Wohnbau – komfortabel, oft prunkvoll, aber ohne militärische Aufgabe.

Kurz gesagt: Früher eins, später getrennt – Burg für Schutz, Schloss für Stil.

In der Burg gab’s Spione – im Schloss später eher Hofdamen und Prunkdecken.“

Das war keine ästhetische Entscheidung, sondern eine rein militärische Taktik.

„Die meisten Menschen sind Rechtshänder. Wenn ein Angreifer die Treppe hinaufstürmte, war seine rechte Hand (die das Schwert führte) durch den engen Innenpfeiler der Treppe behindert. Der Verteidiger, der von oben kam, hatte dagegen freien Spielraum für sein Schwert und konnte die Krümmung der Wand perfekt nutzen.

Architektur als unsichtbare Waffe – Matthias Helzel erklärt die Details.“

Sicherheit ging im Mittelalter immer vor Lichtdurchflutung.

„Diese Schießscharten dienten zwei Zwecken: Sie ließen gerade so viel Licht herein, dass man sich orientieren konnte, boten aber dem Gegner von außen kaum Angriffsfläche. Zudem waren sie so konstruiert, dass man von innen einen weiten Winkel mit dem Bogen abdecken konnte, während ein Pfeil von außen fast unmöglich hineintreffen konnte.

Ein schmaler Grat zwischen Schutz und Lebensqualität.“

Der Name klingt eklig, und die Funktion war es für die Belagerer auch.

„Eine Pechnase ist ein kleiner Vorbau an der Mauer mit einer Öffnung nach unten. Entgegen der Legende wurde dort selten kochendes Pech (das war viel zu teuer!) hinuntergegossen, sondern meistens siedendes Wasser, heißer Sand oder sogar Jauche. Alles, was den Angreifer davon abhielt, die Mauer zu erklimmen oder das Tor aufzubrechen.

Frühe Form der Distanz-Verteidigung direkt über dem Kopf des Gegners.“

Diese Steine waren sowohl ein Statussymbol als auch eine clevere Täuschung.

„Zum einen wirkten die massiven, hervorstehenden Steine psychologisch sehr beeindruckend und wehrhaft („Schaut her, wir haben massive Mauern!“). Zum anderen war die Herstellung einfacher: Man musste nur die Ränder der Steine präzise behauen, damit sie aufeinanderpassten – die Mitte konnte grob und „buckelig“ bleiben.

Effizienz trifft auf architektonisches Imponiergehabe.“

Die Wasserversorgung war die Achillesferse jeder Burg.

„Oft wurden unter enormem Aufwand extrem tiefe Brunnen in den Fels getrieben – manchmal über 100 Meter tief. Wo das nicht möglich war, baute man ausgeklügelte Zisternen, die Regenwasser von den Dächern sammelten und durch Sandfilter reinigten. Ohne Wasser war jede noch so starke Burg nach wenigen Tagen verloren.

Logistik-Meisterleistungen fernab jedes Wasserflusses.“


Link auf den Video-Beitrag: „Frag den Burgenmeister

Rhein-Zeitung: So wird man Burgbesitzer

Redakteur Michael Illjes im Gespräch mit Matthias Helzel

Redakteur Michael Illjes: Adelige, Sonnenkönige und zahlungskräftige Interessenten sind gesucht. Die Burg Arras bei Alf (Kreis Cochem-Zell) steht seit Kurzem für nicht weniger als 2,75 Millionen Euro zum Verkauf. Das historische Anwesen – erbaut wurde die Burg im frühen 12. Jahrhundert – umfasst ein Grundstück von knapp 246.000 Quadratmetern und bietet eine Wohnfläche von 894 Quadratmetern – von Platzmangel kann hier keine Rede sein. Kinder könnten in den Gemäuern mit den 33 Zimmern vermutlich endlos Verstecken spielen.

Um die Vermittlung dieser besonderen Immobilie kümmern sich die Maklerin/Architektin Anne Rose Tisje und Matthias Helzel. Matthias Helzel ist Makler/Gesellschafter der Vermittlung historischer Immobilien OHG mit Sitz im oberbayerischen Bruckmühl. Der gelernte HochbauKonstrukteur beschäftigt sich seit Kindheitstagen mit historischen Anwesen und ist Experte auf diesem Gebiet. Das zeigt sich auch auf seinem YouTube-Kanal „Burgenmeister“. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Matthias Helzel, dass er es sich dort zur Aufgabe gemacht habe, den seit dem 19. Jahrhundert grassierenden Unsinn über Burgen und Schlösser aufzuarbeiten.

Download des kompletten Artikels aus der Rhein-Zeitung:

Rheinische Post – Wie verkauft man eine Burg?

Über den Verkauf der Burg Leichlingen in Nordrhein-Westfalen

LEICHLINGEN Vor neun Jahren erwarb ein Düsseldorfer Unternehmer Haus Vorst, eine Höhenburg aus dem 11. Jahrhundert am Wupperhang über Leichlingen. Das Gebäude mit 25 Zimmern auf über 1.000 Quadratmetern Wohnfläche und mehr als 21.000 Quadratmetern Grundstücksfläche wurde zwar aufwendig saniert, steht aber seit gut zwei Jahren wieder zum Verkauf.

Den aktuellen Preis verrät der Makler nur auf Anfrage, zu Beginn der Vermarktung lag er bei mehr als fünf Millionen €.

Doch wie verkauft man eine ganze Burg?
Experte Matthias Helzel von der Vermittlung historischer Immobilien OHG gibt Auskunft.

Download des kompletten Artikels aus der Rheinischen Post:
Kompletter Artikel von Ina Bodenröder „Rheinische Post“ Düsseldorf / Wie verkauft man eine Burg?

Süddeutsche Zeitung: Ungewöhnliche Makler – von Traumschlössern und Ritterburgen

Romantische Burg am Rhein zu verkaufen, 800 Quadratmeter Wohnfläche, 2 850 000 Euro. Definitiv ein eher ungewöhnliches Immobilieninserat – und doch Alltag für Matthias Helzel. Der gelernte Hochbaukonstrukteur führt zusammen mit seinem Partner Bernd Neuhäuser ein Maklerbüro, eigens für historische Immobilien.

Direkter Link zum Artikel der Süddeutschen Zeitung:

Download des kompletten Artikels aus der Süddeutschen Zeitung:

1 2 3 4