Zunehmendes Interesse internationaler Investoren an deutschen Burgen und Schlössern

Zunehmendes Interesse internationaler Investoren an deutschen Burgen und Schlössern

„German Castles Attract International Buyers“ – schreibt das World Property Journal, ein Ableger der New York Times und zitiert dabei Matthias Helzel und Bernd Neuhäuser von der Vermittlung historischer Immobilien OHG.

Im deutschen Burgensektor stammen fast 50 Prozent der Käufer aus dem Ausland.

„Wir sehen Russen, Chinesen, Türken, Niederländer, Italiener – es ist eine Mischung“, sagte Bernd Neuhäuser, Miteigentümer der Maklerfirma Vermittlung historischer Immobilien, der New York Times.

In letzter Zeit habe es einen Anstieg russischer Käufer gegeben, sagte er der Zeitung. Russische Burginteressenten suchten jedoch oft nach Festungen in Städten, die schwer zu finden seien.

„In den Städten gibt es große Burgen, die in der Regel im Staatsbesitz sind“, sagte Neuhäuser der Zeitung. „Privat besessene Burgen liegen auf dem Land.“

Eine 110.000 Quadtratmeter große mittelalterliche Burganlage, bekannt als Burg Kipfenberg, wird laut Times für 5,7 Millionen Euro angeboten.

Das Hauptgebäude der Burganlage mit 18 Zimmern stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts und wurde zwischen 1915 und 1925 wiederaufgebaut, nur um dann jahrzehntelang ungepflegt zu bleiben.

„Vor etwa 20 Jahren begannen die heutigen Eigentümer mit einer umfassenden Sanierung der zuvor vernachlässigten Burg“, sagte Mathias Helzel, Miteigentümer von Vermittlung Historischer Immobilien, die das Objekt im Angebot haben.

Die fast 1250 Quadratmeter große Wohnfläche umfasst „einen gotischen Saal“ und einen „Rittersaal“ sowie eine private Kapelle und zwei Küchen, sagte Helzel.

Die Preise für große, privat besessene Burgen liegen typischerweise zwischen 12,9 und 25 Millionen Dollar. In Deutschland gibt es rund 5.000 Burgen, mit Wohnflächen zwischen etwa 400 und mehr als 2400 Quadratmetern.

Etwa ein Drittel der privat besessenen Burgen in Deutschland ist vollständig renoviert, was sie für Käufer attraktiver macht.

Insgesamt befindet sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt nach Einschätzung von Experten im Aufwärtstrend. Die Hauspreise seien in den vergangenen drei bis vier Jahren „um 30 bis 40 Prozent gestiegen“, sagte der in Bayern ansässige Engel-&-Völkers-Makler Michael Lindmair der Times.

Deutschland wird für Investoren häufig als „sicherer Hafen“ bezeichnet.

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„German Castles Attract International Buyers „

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